Machen wir uns nichts vor: Der DJ oder die Band haben’s in der Hand, ob wir uns nach dem Festessen und lustigen Spielchen die Pumps von den Füßen reißen und bis ins Morgengrauen tanzen oder ob die Feier bereits lange vor Mitternacht ziemlich abrupt endet. Mein Horror war ja, dass sich die Gesellschaft noch vor 23 Uhr auflöst und sich die ersten Gäste freundlich verabschieden, weil der DJ es einfach nicht bringt. Oder noch schlimmer: Helene Fischer unsere Party sprengt. Letztlich war es eher andersrum: Wir wollten ins Bett, die Gäste wollten, dass wir noch weitertanzen. Das hatten wir nun davon, dass wir unserem Münchner DJ vertraut hatten. Florian Mayer alias DJ Maya nämlich hatte uns zuvor ein ziemlich unschlagbares Rezept verraten, wie wir’s gemeinsam schaffen, dass die Hochzeitsparty garantiert ein Erfolg wird.

DJ gefunden – Vorbereitung abgeschlossen?

Eigentlich ist es ja ganz einfach: Das Zauberwort lautet Kommunikation. Klingt logisch, ist es aber offenbar nicht. Denn sobald der DJ gefunden ist, fängt die eigentliche Arbeit erst an. “Wie? Arbeit? Die macht ja wohl hoffentlich der DJ!”, werdet ihr jetzt vielleicht sagen. Schon, aber auch der beste DJ ist kein Hellseher. Auch dann nicht, wenn er in den angesagtesten Clubs ein- und ausgeht. Denn da kommen die Leute ja schließlich hin, weil der Club für einen bestimmten Musikstil steht. Oder weil der DJ für einen bestimmten Stil bekannt ist.

Techno trifft Tanztee

Bei eurer Hochzeit aber kommen Leute aller Altersklassen und Musikvorlieben zusammen. “Techno trifft Tanztee”, könnte man sagen. Wenn dann beispielsweise nur fünf Freunde von euch den gleichen Geschmack haben wie ihr und auf der Tanzfläche gerade mal ihr und jene fünf Gäste stehen, dann wird die Veranstaltung ziemlich schnell ziemlich öde. Der DJ muss also das Kunststück vollbringen, es möglichst vielen Leuten Recht zu machen. Und genau das unterscheidet einen wirklich guten DJ von anderen.

Zudem spielt er dann nicht zwei Technostücke, zwei Walzer und wieder zwei Technostücke, sondern findet die goldene Mitte. Um aber zu wissen, wo diese goldene Mitte im speziellen Fall eurer Hochzeitsgesellschaft liegt, muss er erst mal die vertretenen Geschmäcker kennen. Und da kommt ihr ins Spiel.

3 Songs pro Gast

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Florian bat uns, zehn bis fünfzehn unserer Gäste im Vorfeld der Hochzeit nach ihren derzeitigen Lieblingssongs zu fragen – nicht nach ihrem Musikgeschmack, sondern ganz konkret nach den drei bis fünf Songs, die sie gern im Radio hören. Bei uns kam eine Mischung zustande von Bob Marley über Django3000, Kwabs, Rolling Stones und Seeed bis ZZ Top.

Wenige Tage vor der Hochzeit schickte ich Florian eine lange, nein, seeehr lange E-Mail mit all den Interpreten und Songs, die unsere Freunde und Verwandten so genannt hatten (und obendrein mit den Stücken, die wir auf keinen Fall-nie-nicht-nein hören wollten). Zum Musikinterview gebeten hatten wir nicht nur unseren engsten Freundeskreis, sondern auch Eltern und Verwandte.

Subtile Party-Psychologie

Das Ergebnis? Reinste Psychologie: Bereits beim Festessen sorgte Florian mit Hintergrundmusik für diese gewisse Wohlfühl-Atmosphäre. Er spielte die Songs genau in der unaufdringlichen Lautstärke, bei der sich alle problemlos unterhalten können und die Musik zugleich für Stimmung sorgt – und ganz subtil ein Gefühl vermittelt, das ich vielleicht am besten mit heimelig beschreiben kann: Da waren diese vertrauten Klänge, die die meisten Gäste auch aus dem Radio oder von zu Hause kannten.

Und dann, als es irgendwann gegen 22 Uhr endlich hieß: Raus aus den Highheels, rauf auf die Tanzfläche und ab dafür, schwangen tatsächlich sämtliche Gäste die Hüften. Anfangs sogar die über Achtzigjährigen (zu Santana, wenn ich mich recht entsinne).

Alle bisher erschienenen Artikel über meine eigene Hochzeit:

Ihr seid unsicher, ob ihr überhaupt einen DJ wollt oder lieber eine Band? Dann schaut mal in diesen Artikel rein, in dem ich vor ein paar Monaten genau über diese Frage geschrieben habe.

Fotos: Privat

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